Vogelschutz

Die Förderung des Vogelschutzes im Freistaat Sachsen ist eines der satzungsmäßigen Ziele des Vereins Sächsischer Ornithologen. Wir möchten durch unsere Aktivitäten sowohl die Bürger über die Möglichkeiten des Vogelschutzes informieren, als auch Behörden und Entscheidungsträger mit unseren Fachkenntnissen unterstützen.

Broschüren zum Vogelschutz

Der Verein Sächsischer Ornithologen gibt in loser Folge Sonder-Publikationen zum praktischen Vogelschutz heraus. Bei der Erarbeitung und Veröffentlichung werden wir dabei von verschiedenen Naturschutzbehörden sowie weiteren Sponsoren unterstützt.

Bisher sind Broschüren zum Schutz der Schleiereule, der Dohle, des Mauerseglers und für den Turmfalken erschienen. Sie können die Veröffentlichungen bei der VSO-Geschäftsstelle bestellen.

Die Publikation zur Schleiereule wurde 2016 von Joachim Wolle komplett überarbeitet und steht nachfolgend als download zur Verfügung. Bei ausreichenden Mitteln und Interesse z.B. bei Naturschutzbehörden möchte der VSO das Heft auch drucken lassen.

Positionspapier gegen die flächige Ausbringung von Ratron-Feldmausgift

Auch Kraniche sind durch Giftköder gerfährdet

Der VSO lehnt den Einsatz der Ratron-Giftköder ab und erwartet, dass der Freistaat Sachsen zumindest die offene Ausbringungen im Streuverfahren verhindert. Sollten dennoch Kampagnen gestartet werden, sind diese grundsätzlich mit einem Monitoring zur Ermittlung der Auswirkungen des Giftes auf die geschützte heimische Fauna zu begleiten.

Der VSO ruft alle naturinteressierten Menschen auf sich über die Lage von Ackerflächen, auf denen Ratron ausgebracht wurde, zu informieren und auf diesen Flächen gezielt die Wirbeltiere zu erfassen.  Sollten in den nächsten Wochen stark geschwächte oder tote Vögel gefunden werden, deren Verletzungs- oder Todesursache nicht offensichtlich ist  und die vielleicht vergiftet wurden, bitten wir darum, die jeweils zuständigen Naturschutzbehörden zu informieren.

Das Positionspapier kann nachfolgend heruntergeladen werden.

Birkhuhnschutz in Sachsen

Immer seltener zu finden - Birkhuhnkot auf dem Erzgebirgskamm
Birkhuhnkot auf dem Erzgebirgskamm

Trotz der genauen Kenntnisse zur dramatischen Situation des Birkhuhns in Sachsen werden von der Landesregierung keine ausreichende Schritte unternommen, den Bestand zu fördern. Dieser Mißstand wiegt umso schwerer als dass die meisten Flächen im Erzgebirge im Landesbesitz sind und der Naturschutz zu den Aufgaben des Staatsbetriebes Sachsenforst zählt. Selbst in SPA-Gebieten, in denen das Birkhuhn als Zielart festgeschrieben ist, sind die Maßnahmen völlig unzulänglich. Damit verstößt Sachsen gegen EU-Recht nach dem die Populationen des Birkhuhns in einem günstigen Erhaltungszustand zu erhalten sind bzw. in einen günstigen Erhaltungszustand zu bringen sind.

Der VSO hat sich nach etlichen folgenlosen Gesprächen gemeinsam mit vielen anderen Vereinen an den Staatsminister gewandt und die Behebung des Mißstandes eingefordert. Das Positionspapier die Verbände können Sie nachfolgend einsehen.

Keine Vogeljagd in Sachsen!

Der Verein Sächsischer Ornithologen setzt sich für ein Ende der Vogeljagd in Sachsen ein. Nähere Informationen und Argumente sind auf einer extra Seite aufgeführt (hier klicken).

Bejagung des Kormorans

Der Ornithologenverband Sachsen-Anhalt (OSA) und der NABU haben ein Positionspapier zur Regulierung der Kormoranbestände erarbeitet. Es ist fachlich auf Sachsen übertragbar und wird vom VSO unterstützt. Sie finden es hier zum download.

Komitee-Protestaktion

Das Komitee gegen den Vogelmord (commitee against bird slaughter, CABS) setzt sich für den Schutz der Vögel insbesondere auf ihren Zugwegen ein. Jährlich wird in speziellen Aktionen gegen illegalen Vogelfang / Abschuss vorgegangen und auf weitere Mißstände aufmerksam gemacht.

http://www.komitee.de

http://www.artenschutzbrief.de

Internationale Aktionen für unsere Zugvögel:

Helfen Sie mit - Spenden Sie mit !

Spendenkonto: Konto Nr.042 000 000,

BLZ 20070024 (Deutsche Bank Hamburg)

Sind Rabenkrähen und Elstern Problemvögel ?

Nach wie vor gibt es zum Thema Rabenvögel in der Öffentlichkeit kontroverse Ansichten. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein Abschuss von Rabenkrähen und Elstern aus Sicht des Naturschutzes nicht zu rechtfertigen ist. Trotzdem werden diese Arten in immer mehr Bundesländern gejagd und die entsprechenden Regelungen des Jagdrechtes zugunsten eines Abschusses verändert. Reinhard Gnielka fasst den gegenwärtigen Stand der Debatte zusammen (Datei als download). Weitere Informationen zu Rabenvögeln im Internet: Elster, Kolkrabe, Rabenvögel.