Sperlingskauz (Glaucidium passerinum)

Der Wappenvogel des Vereins Sächsischer Ornithologen ist die kleinste Eule Europas, der Sperlingskauz, der ein typischer Bewohner der sächsischen Mittelgebirge ist. Der possierliche Vogel ist kaum starengroß und im Gegensatz zu den meisten seiner Verwandten nicht in der Nacht, sondern am Tage und in der Dämmerung aktiv. Experten erkennen ihn an seinem typischen Reviergesang, der an den Ruf des Gimpels erinnert. Die Brutreviere des Sperlingskauzes befinden sich in reich strukturierten Nadelwäldern. Zur Jungenaufzucht benutzt er verlassene Spechthöhlen, in denen er etwa Ende April mit der Eiablage beginnt. Zu seinem Nahrungsspektrum gehören Kleinsäuger, aber auch Vögel bis zur Größe einer Drossel.

In der „Roten Liste" der seltenen und gefährdeten Vogelarten des Freistaates Sachsen wird der Sperlingskauz unter der Kategorie „Stark gefährdet" eingeordnet. Sein Bestand wird landesweit auf 200 bis 400 Brutpaare geschätzt.

Das Vereinslogo des VSO zeigt einen Sperlingskauz und wurde von Friedhelm Weick entworfen.