Meldeplattform Vogelfund und Stromleitung des NABU

08.03.2019 11:25

Stromschlagopfer Weissstorch, Foto: Uwe Seidel
Nach einer vom NABU beauftragten Schätzung sterben in Deutschland jedes Jahr bis zu 1,8 Millionen Brutvögel und bis zu 1 Million Rastvögel durch Kollisionen mit Stromübertragungsleitungen (mehr dazu im NABU-Gutachten „Vogel-Kollisionsopfer an Hoch- und Höchstspannungsfreileitungen in Deutschland – eine Abschätzung“ (2017), online unter www.NABU.de/news/2017/03/22059.html). Einige Vogelarten fliegen häufiger gegen Leitungen als andere. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.
Unser Wissen zu den konkreten Leitungsabschnitten und Masten, an denen Vögel verenden ist bislang unzureichend. Der NABU und die Renewables Grid Initiative (RGI) haben eine Online-Meldeplattform eingerichtet, damit die Funde toter Vögel gemeldet und von einem Ornithologen erfasst und ausgewertet werden. Die so erhobenen Daten sollen dabei helfen, Vögel künftig vor gefährlichen Masten und Leitungen zu schützen.
Der NABU und die deutschen Übertragungsnetzbetreiber bemühen sich seit Jahren darum, Kollisionen von Vögeln mit Stromleitungen zu reduzieren – durch intelligente Trassenplanung oder technische Anpassungen, z. B. Vogelschutzmarkierungen an den Erdseilen der Leitungen.

Weitere Informationen erhalten Sie auf www.NABU.de/vogelfund-stromleitung
Für Fragen steht Ihnen gern der Projektleiter der Meldeplattform Vogelfund & Stromleitung, Herr Eric Neuling, telefonisch unter der Telefonnummer: (030) 284 984 5500 zur Verfügung.
Rückmeldungen bitte per Mail an: stromleitung@nabu.de.
NABU

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