Landesweite Uferschwalbenerfassung - Koloniegrößen jetzt ermitteln

10.07.2019 09:59

Uferschwalben an Bruthöhle (Foto: D. Cîrano)
Uferschwalben an Bruthöhlen
Nachdem in den Vorwochen bereits viele Ansiedlungen der Uferschwalbe bestätigt oder sogar neu entdeckt werden konnten, gilt es in den nächsten zwei Dekaden den Brutbestand zu ermitteln. Die Ermittlung einer genauen Zahl besetzter Brutröhren ist besonders bei größeren Kolonien nicht einfach und mit einem hohen Zeitaufwand verbunden. Dazu muss man über einen längeren Zeitraum die Besetzung jeder einzelnen Röhre überprüfen. Ein sehr guter Näherungswert lässt sich aber über die Zählung der vorhandenen nutzbaren Brutröhren erreichen. Normalerweise sind mehr Röhren vorhanden als Paare erfolgreich brüten und der Brutbestand würde bei einer Röhrenzählung überschätzt. Aus Detailuntersuchungen zum Verhältnis besetzter zu vorhandener Röhren lässt sich aber ein Korrekturfaktor ableiten, womit man dem tatsächlichen Brutbestand nahe kommt.
Alle sächsischen Ornithologen sind aufgerufen zwischen dem 11. und 31. Juli die Anzahl benutzbarer Röhren in den Uferschwalbenkolonien zu zählen. Die Zusammenführung der Daten wird uns dann erstmalig seit der ADEBAR-Kartierung 2004-2007 einen aktuellen Überblick zur Bestandsgröße und Verbreitung der Uferschwalbe liefern.
Der Flyer und weiteres Infomaterial sind auf der VSO-Seite einsehbar.

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