Zeitiger Wintereinbruch führte zu ungewöhnlichen Vogelbeobachtungen - markierte Ringschnabelente in Nordsachsen!

29.11.2010 10:19

Der Wintereinbruch mit polarer Kaltluft, der seit Mittwoch (24.11.) und nochmals seit heute Nacht (anhaltend) fast flächendeckend in Sachsen zu einer geschlossenen Schneedeck geführt hat, brachte enorme Bewegung in die Vogelwelt. Neben auffällig vielen Trompetergimpeln und weiteren Seidenschwanz -Beobachtungen bezogen Großmöwen (bisher: Silber-, Steppen- und Mittelmeermöwen) erstmals die Winternahrungsplätze an Kompostieranlagen am Erzgebirgsnordrand.

 

Tausende Gänse, darunter bis zu fünf Kurzschnabelgänse , bis vier Rothalsgänse (2 ad. & 2 immat.!) und bis drei Weißwangengänse , darunter auch mit Halsbändern markierte Saat- und Blässgänse,  konnten in der Region um Leipzig und im Länderdreieck Sachsen-Thüringen-Sachsen-Anhalt insbesondere auf Ablenkfutterflächen beobachtet werden. Auch verspätete Kraniche  (170) und ein Weißstorch wurden am Wochenende von verschiedenen Beobachtern festgestellt. Bei den Wasser- und einigen verbliebenen Watvögeln ist ebenfalls deutliche Bewegung zu spüren, weil kleinere Gewässer bereits zufrieren.  Große Brachvögel bei der Nahrungssuche auf verschneiten Feldern und  Zwergschnepfen in Schneehöhlen bilden im Moment einen nicht alltäglichen Anblick. In Nordsachen hält sich derzeit eine offenbar in Frankreich am Schnabel markierte (nordamerikanische) Ringschnabelente auf, dazu Eisenten und Meerestaucher

 

In unserem „VSO Forum" (links) können Sie diese sowie weitere Ereignisse nachlesen bzw. auch einige Fotos ansehen. Einfach anmelden und mitmachen. Es bleibt in den nächsten Tagen mit Sicherheit spannend!

 

Foto Anhang: Kolkraben-Paar im Schnee. Pressefoto 2009: Andreas Kretschel.

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