Vom Krabbentaucher bis zum Waldpieper: Vogelbestimmung intensiv auf Helgoland wartete mit bemerkenswerten Bestimmungsaufgaben auf

30.10.2012 09:57

Sibirischer Gast: Der seltene Waldpieper konnte aus nächster Nähe beobachtet werden. Foto: Thomas Hallfarth
Waldpieper. Foto: Th. Hallfarth

Mehr als 20 Vereinsmitglieder und einige Gäste nahmen vom 25. bis 27. Oktober die vom Verein angebotene Möglichkeit zur „Vogelbestimmung intensiv“ - geleitet von Thomas Hallfarth, Sprecher der Avifaunistischen Kommission Sachsen - wahr und beschäftigten sich vom 25. bis 27. Oktober auf Helgoland mit der Bestimmung von Vogelarten, die im sächsischen Binnenland gewöhnlich gar nicht oder wirklich nur höchst selten überhaupt einmal gesehen werden können. Wie bei der Rast auf der kleinen Hochseeinsel üblich konnten dabei zahlreiche Vogelarten wie z.B. verschiedene Lummen-Arten, Seetaucher, Limicolen aber insbesondere Kleinvögel wie Seidenschwanz, Rosenstar, Laubsänger, Ohrenlerchen, Schneeammer sowie Strand- und ein Waldpieper aus allernächster Nähe und oft ohne Fluchtdistanzen beobachtet (fotografiert) und bestimmt werden. Auch die korrekte Alters- und Artbestimmung von Großmöwen konnte im Feld geübt werden.

Zum Programm gehörte auch ein Rundgang im Fanggarten der Vogelwarte, die von Vereinsfreund Klaus Müller aus Chemnitz, der seit drei Jahren als technischer Mitarbeiter im Institut beschäftigt ist, geleitet wurde. Dass der Rote Felsen in der Nordsee durchlöchert ist wie ein Schweizer Käse war ja bekannt, aber eine Führung durch die in den Kriegszeiten des vergangenen Jahrhunderts erbauten Zivil-Bunkeranlagen verdeutlichte umso mehr die dramatische Geschichte der Insel bis ins Jahr 1947. Ein geplanter Vortrag zur Avifauna Helgolands musste in diesem Jahr wegen Krankheit des Referenten ausfallen (soll 2013 nachgeholt werden).

Schon heute können wir mitteilen, dass auch dieses „Vogelkundliche Wochenende“ eine Fortsetzung finden wird. So laden wir mit dem Jahresprogramm 2013 zu einem nächsten Vogelbestimmungskurs intensiv vom 19. bis 22, Oktober 2013, also erneut in den sächsischen Herbstferien, auf die Hochseeinsel ein.

Unser Dank gilt Klaus Müller für seine Vorabsprachen und organisatorischen Bemühungen sowie Thomas Hallfarth für seine Geduld!

Hartmut Meyer
Geschäftsführer

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