Vermeintliche Waldohreule in Güllebecken war beringter Uhu – Vogel gerettet!

11.08.2011 20:00

Das Großgefieder des Uhus musste mehrfach gereinigt werden. Foto: K. Richter
Geretteter Uhu. Foto: K. Richter

Am 11.08. ging bei Klaus Richter in Chemnitz, VSO-Mitglied und Greifvogelspezialist, die Meldung eines Bauern aus dem Raum Burgstädt ein, dass dieser aus seinem Güllebecken eine Waldohreule – mit Hiddensee-Ring - gerettet habe. Beringer Dieter Kronbach aus Limbach-Oberfrohna nahm sich der Sache sofort an und erblickte im Hasenstall des Bauern, nein, keine Waldohreule, stattdessen einen ausgewachsenen adulten Uhu!

Der Vogel befand sich gefiedermäßig wortwörtlich in einem scheu(i)ßlichen Zustand und so nahmen sich Traude und Klaus Richter, ebenso erfahrene Falkner, dem verunglückten Tier sofort an, wuschen aus jeder Feder die Sch … und versorgten den Vogel mit Futter. Bei der Reinigung wurde glücklicherweise festgestellt, dass der Vogel von seinem Ausflug ins Güllebecken (bestimmt auf der Jagd nach Ratten) keine Verletzungen davon getragen hat und sein Ernährungszustand einwandfrei war.

Sicher kann in den nächsten Stunden entschieden werden, den Vogel wieder im Raum Burgstädt in die Freiheit zu entlassen. Die Ringdaten wurden an die Beringungszentrale Greifswald übermittelt. Da der Vogel selbst nicht danken kann, machen wir das hier stellvertretend sehr gern: Allen Beteiligten ein Dankeschön für ihre Umsicht und Hilfe!

Hartmut Meyer
Geschäftsführer

Zurück