Seltener Gast aus dem hohen Norden erfreut im Erzgebirge weiterhin Vogelbeobachter aus nah und fern

27.12.2013 08:12

Sperbereule in Stollberg/Erzgebirgskr. Foto: A. Kretschel
Sperbereule. Foto: A. Kretschel

Bereits mindestens seit dem 6. Dezember (nach Mitteilung von Anwohnern wohl sogar schon eine Woche früher) erfreut dieser seltene Gast aus dem hohen Norden Eurasiens die Ornithologen im Erzgebirge und weit darüber hinaus. Denn die Meldung von dieser seltenen Vogelart in Sachsen – ca. 3. Nachweis seit 100 Jahren; letzte gesicherte Beobachtung lt. Steffens et al. „ Die Vogelwelt Sachsens“ (1998) 1921 bei Leipzig - hat im Internet entsprechend Runde gemacht und zog daher auch zahlreiche Birder aus vielen Teilen Deutschlands und Tschechien an. Die Sperbereule (Surnia ulula) hält sich nach wie vor im Stollberger Gewerbegebiet am gleichen Ort in einer an Gartengrundstücke angrenzenden kleinen Streuobstwiese auf und war auch gestern, am 2. Weihnachtsfeiertag, dort zu beobachten. Die Beobachtung des Vogels lässt sich vom Fuße des Lärmschutzwalles entlang der Hauptstraße bestens und störungsfrei realisieren. Die Eule zeigt keinerlei Scheu und ihre geringe Fluchtdistanz deutet darauf hin, dass ihre Herkunft wohl ziemlich menschenleer gewesen sein muss.

Dennoch appellieren wir an alle weiteren und zukünftigen Beobachter, angemessenen Abstand zum Vogel, der sich mit Fernglas bzw. mit Spektiv formatfüllend beobachten lässt, zu halten und insbesondere die Grundstück der Anwohner nicht unmittelbar zu belagern! Dann dürften alle Seiten vielleicht noch eine gewisse Zeit Freude an der Beobachtung dieses außergewöhnlichen Wintergastes haben können können.

Hartmut Meyer
Geschäftsführer

 

 

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