Moorhuhn schießen live: Crowbuster als neustes Freizeit-Jagdvergnügen in Deutschland!

30.01.2012 19:13

Dass die herkömmliche, weitgehend kommerzialisiert ausgeübte Jagd in Deutschland unter heftigem Imageverlust leidet, dürfte hinreichend bekannt sein. Die Art und Weise der Durchführung der Freizeitjagd insbesondere in den ländlichen Agrarsteppen (auf die - und nicht auf Prädatoren(!) - das Artensterben zurückzuführen ist) trägt wohl längst nicht mehr dazu bei, die eigentlichen Probleme der heute noch notwendigen, biologisch und ökologisch vertretbaren Bereiche der Jagdausübung z.B. bei der Reduzierung der ausufernden Bestände vom Wildschwein auch nur annähernd in der Griff zu bekommen. Statt sich ernsthaft und intensiv darum zu bemühen, tut man in Teilen der Jägerschaft offensichtlich alles, um neue Feindbilder zu pflegen und sich weidmännisch … in der Öffentlichkeit als „Schießer“ bloßzustellen.

Nach Vernichtungskampagnen gegen den Fuchs und andere kleine Raubsäuger hat man nun neben dem Kormoran (der dem Freizeitangler ein Dorn im Auge ist) auch Krähenvögel massiv in die Schusslinie genommen. Diese perfiden Auswüchse, wie sie in der Ausgabe Nr. 4 vom Magazin „Der Spiegel“ (im Anhang beigefügt) beschrieben werden, sind uns aus Sachsen bisher noch nicht bekannt geworden. Bisher!

Der Vorstand des VSO ist entsetzt über solche Methoden in anderen Teilen Deutschlands und betrachtet dies als weiteres Zeichen fortschreitenden Werteverfalls in diesem Lande bis hinab in den Freizeitbereich. Alle VSO-Mitglieder und Naturfreunde sollten sich entschieden gegen derartige Methoden wenden, entsprechend protestieren und bei derartigen Vorfällen die Behörden und die Presse verständigen sowie sofort Anzeige erstatten.

Hartmut Meyer
Geschäftsführer

 

 

 

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