Mitarbeiter für das Monitoring häufiger Brutvögel in Sachsen gesucht - Flächenauswahl im Internet möglich

31.03.2010 21:53

Angebot zur Tagung in Bad Düben: Probekartierung mit Probeauswertung!

Für das „Monitoring häufiger Brutvögel" (MhB) suchen wir in Sachsen ab sofort verstärkt Mitarbeiter! Ziel dieses deutschlandweiten Erfassungsprogramms ist, wie der Name bereits andeutet, die Überwachung der Bestandsentwicklung häufigen Brutvogelarten wie Kohlmeise, Amsel, Rotkehlchen oder Elster usw. Damit die Aussagen repräsentativ für die gesamte Bundesrepublik sind, wurden vom Statistischen Bundesamt deutschlandweit 1000 Probeflächen mit einer Größe von 1x1 km² ermittelt, auf denen die Erfassungen durchgeführt werden. Zwar werden auch in Sachsen schon seit einigen Jahren MhB-Flächen kartiert, nach Abschluss der sächsischen Brutvogelkartierung und mit dem Auslaufen der alten DDA-Programme wie Punkt-Stopp-Zählungen usw. zu Ende 2010 ist aber eine verstärkte Bearbeitung der noch offenen Flächen anzustreben. Zur 48. Jahresversammlung unseres Vereins in Bad Düben im Mai (unten) informieren wir daher per Vortrag über mögliche sächsische Besonderheiten zum Programm und bieten außerdem eine Probekartierung auf einer MhB-Fläche in der Umgebung von Bad Düben nebst Probeauswertung der Ergebnisse an. Dadurch soll potenziellen Interessenten die Möglichkeit eröffnet werden, sich detailliert über Methodik zu informieren, mögliche Hemmungen abzubauen und zukünftig auf einer Fläche mitzuarbeiten. Im Internet auf der Seite vom DDA (www.dda-web.de) kann man sich unter dem Menüpunkt „Monitoring/Monitoring häufiger Brutvögel" auf einer sächsischen Landeskarte vergebene und noch freie Flächen anschauen, Details nachlesen und auswählen. Koordiniert wird der Vergabe der Flächen über die Vogelschutzwarte Neschwitz (Trägerverein e.V.).

 

Noch vor wenigen Wochen war in Sachsen ein gemeinsamer Aufruf (SMUL bzw. LfULG, Vogelschutzwarte, VSO und NABU) zur Mitarbeit erarbeitet worden und eine Aufwandsentschädigung pro Kartierungsfläche vorgesehen. Letzteres fiel leider den drastischen Haushaltkürzungen im Freistaat zum Opfer. Der Vorstand des VSO wird sich im 2. Halbjahr 2010 mit dieser neuen Situation auseinandersetzen und Möglichkeiten prüfen, ob mittels Spenden und Sponsorenmitteln die Vergabe privater Aufwandsentschädigungen für die Mitarbeit an diesem wichtigen Programm zur langfristigen Bestandsüberwachung unser Vogelwelt machbar sein könnte!

 

Hartmut Meyer

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