Wolf in Sachsen soll ab 2012 dem Jagdrecht unterstellt werden: Sächsische Naturschutz-Verbände protestieren gemeinsam dagegen!

18.07.2011 08:58

Wie wir Anfang Juli an dieser Stelle berichteten (siehe unten), plant der Sächsische Umweltminister den streng geschützten Wolf ab dem kommenden Jahr dem Jagdrecht zu unterstellen. Und dass trotz überwältigender Ablehnung dieser Pläne durch fast alle Experten! Als wesentliche Begründung für die beabsichtigte Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht bezieht sich Staatsminister Kupfer auf das bestehende Wolfs-Monitoring. „Es hilf uns, notwendige Informationen darüber zu erhalten, wo Wölfe anwesend sind, wie sich bewegen, verhalten, vermehren und was ihre Hauptnahrungsquellen sind. Ich erwarte, dass das Monitoring mit der Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht deutlich breiter aufgestellt sein wird. Die mehr als 10.000 sächsischen Jägern, insbesondere die Mitglieder das Landesjagdverbandes, werden diese wichtige Arbeit unterstützten“, so Kupfer weiter (Pressmeldung SMUL 131/2011 vom 13.07.)  Allerdings kam bei der Expertenanhörung  im Umweltausschuss des sächsischen Landtages ziemlich klar und deutlich zum Ausdruck, dass die allermeisten Jäger überhaupt kein Interesse haben, sich daran zu beteiligen …

Wir haben uns gern der Initiative des Naturschutzbundes Deutschland, Landesverband Sachsen angeschlossen und gemeinsam mit weiteren Verbänden einen Aufruf (Anhang) gegen diese Pläne unterzeichnet. Wir rufen die verantwortlichen Politiker in Sachsen auf, endlich die mehrheitliche Meinung von Wissenschaftlern und Experten (und wohl auch einer Mehrheit der Bevölkerung, ihrer Wähler) zu respektieren und weiteren lobbyistischen Absichten (Beispiel: Kormoran) eine Absage zu erteilen!

Hartmut Meyer
Geschäftsführer

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