Alpenornithologen tagten bei den Bartgeiern im Stelvio-Nationalpark

21.06.2011 07:14

Im Valle de Braulio an der Auffahrt zum Stilfser Joch. Foto: H. Meyer
Im Valle de Braulio

Zu ihrer 47. Jahresversammlung trafen sich die Alpenornithologen, rund 70 Vogelkundler aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien, in der vergangenen Woche in der norditalienischen Provinz Lombardei, im Valdidentro in der Gemeinde Semogo bei Bormio. Aus steuerlichen Gründen wurde erst vor wenigen Jahren der Übergang von einer losen Arbeitsgemeinschaft zu einem Verein (nach deutschem Recht) vollzogen (siehe Kurzbericht in Rundschreiben 31/2009, Seite 6 ff.). Mit dem Anliegen, die Erforschung der Vogelwelt der Berge, der Alpen zu befördern, kommt der Verein jährlich an wechselnden Orten insbesondere (aber nicht nur) in den Alpenländern zusammen. Im Jahr 1992 war die Gesellschaft auf Einladung unseres Vereins aber auch schon im Erzgebirge, in Oberwiesenthal, zu Gast.

Die diesjährige Tagung wollte sich - so wie unsere VSO-Exkursion im Jahr 2008 in der Region - insbesondere auch über das erfolgreiche Wiederansiedlungsprojekt des Bartgeiers im italienisch-schweizerischen Nationalpark Stelvio/Stilfser Joch informieren. Per Vortrag aber auch bei täglichen Exkursionen, auch in Zusammenarbeit mit der Verwaltung des Nationalparks, war es möglich, die beeindruckende Greifvogelart, die erfreulicherweise heute wieder zum Bild der südlichen Alpen gehört, täglich zu beobachten und auch im Brutgebiet zu erleben. Die VSO-Geschäftsstelle hat den befreundeten Alpenornithologen in diesem Falle mit ihrer Ortskenntnis bei der Auswahl des Tagungsortes und der Exkursionsziele geholfen. Zugleich wurden neue Exkursionsziele für eine weitere VSO-Exkursion besichtigt und auf Machbarkeit geprüft.

 Hartmut Meyer

Foto 1) Enrico Bassi (Nationalpark Stelvio), Dr. Astrid Schuster und Prof. Dr. Wolfgang Scherzinger (v.li.n.re.) im Gespräch über das Bartgeierprojekt im Valle de Braulio.
Foto 2) Schneefink mit Futter. Fotos: Hartmut Meyer

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