Bundesregierung: 110 heimische Brutvogelarten stehen auf der Roten Liste

02.12.2010 08:53

Die Bartmeise weist einen positiven Bestandstrend auf. Foto: A. Erdbeer
Bartmeise. Foto. A. Erdbeer

Berlin. Elf Brutvogelarten von insgesamt 64 sind in ihren Beständen um mehr als 20 Prozent zurückgegangen. Dagegen sind nur fünf Arten um mehr als 20 Prozent in ihren Beständen angestiegen. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (17/3806 ) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/3584 ) hervor. Die Regierung beruft sich auf die Studie „Vögel in Deutschland 2009", die sich auf Auswertungen aus dem Zeitraum von 1990 bis 2007 bezieht.  Danach stünden von den 260 heimischen Brutvögeln 110 Arten (42 Prozent) auf der aktuellen Roten Liste. Außerdem würden auf der Vorwarnliste weitere 21 Arten geführt. Die wichtigsten Ursachen für den Rückgang der Vogelbestände seien - regional unterschiedlich - unter anderem die intensive landwirtschaftliche Nutzung, die Zerschneidung und Zersiedelung der Landschaft sowie die Versiegelung von Flächen. Gefährdungsfaktoren an der Küste seien Störungen durch die gestiegene Freizeitnutzung sowie die Verbauung unter anderem durch Küstenschutzmaßnahmen.

 

Durch jahrelange Schutzbemühungen sei es allerdings gelungen einige Großvogelarten zu fördern, darunter den Kranich, die Seeadler und den Wanderfalken. Nach Informationen der Regierung habe sich auch eine nichtheimische Vogelart - der Nandu - in Deutschland entwickelt. Dagegen mussten der Triel und die Blauracke erstmals als „ausgestorben oder verschollen" in die Rote Liste aufgenommen werden (Pressemeldung des Deutschen Bundestages vom 29.11.2010).

 

Der Gesamtwortlaut der Antwort der Bundesregierung auf die "Kleine Anfrage" der Fraktion "Bündnis 90/Die Grünen" im Anhang.

 

 

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