Nachrichtenarchiv

Oktober 2019

28.10.2019 13:21 von Markus Ritz

Der Kiebitz gehört zu den Sorgenkindern in unserer Agrarlandschaft (wikipedia, creative commons)
Der Kiebitz - Sorgenkind der Agrarlandschaft

Positionspapier der DOG zur vogelfreundlichen Agrarpolitik veröffentlicht

Dass sich die größten Sorgenkinder unserer heimischen Brutvögel unter den Bewohnern der Offenlandschaft befinden ist hinreichend bekannt. In keiner anderen Gilde waren die Bestandsverluste der letzten Jahrzehnte so dramatisch wie bei unseren Feldvögeln. Gleichzeitig ist gut bekannt was die starken Verluste ausgelöst hat, und Lösungsansätze sind vorhanden. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist die Bindung von Mitteln für die Landwirtschaft auch an die gesellschaftliche Aufgabe des Erhalts unserer Biodiversität. Über die großen Summen der im Rahmen der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) von der EU an die Landwirtschaft vergebenen Geldmittel wird gegenwärtig wieder verhandelt. Mit der nächsten Förderperiode könnten die Weichen gestellt werden, damit der Verlust an Biodiversität in unserer Agrarlandschaft gestoppt wird (bzw. die Diversität wieder hergestellt wird). Die DOG hat das vorliegende Wissen zusammengefasst und auf wissenschaftlicher Grundlage die Forderungen für eine naturverträgliche Agrarpolitik zusammengefasst. Das Positionspapier kann unter folgendem Link heruntergeladen werden: http://www.do-g.de/fileadmin/DO-G_Positionspapier_Agrarvoegel_21.10.2019_n.pdf

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27.10.2019 21:15 von Markus Ritz

Anzahl der Meldungen von Eichelhähertrupps mit mind. 10 Individuen im Herbst 2016 - 2019
Meldungen von Eichelhähertrupps (>9 Ind.) in Sachsen

Starker Einflug/Durchzug von Eichelhähern

Gegenwärtig werden an vielen Stellen in Europa große Trupps von Eichelhähern registriert. An einigen Planbeobachtungsstellen gingen die Zahlen in die Tausende pro Tag und betrugen ein Vielfaches der sonst üblichen Mengen. Auch in Sachsen wurden über ornitho.de im September und Oktober bereits viel mehr Trupps mit mindestens 10 Eichelhähern gemeldet als in den Vorjahren (siehe Grafik). Es ist bekannt, dass Eichelhäher stark auf Mastjahre der Eiche reagieren. Was das diesjährige Phänomen wo ausgelöst hat, ist allerdings bisher unklar. Auch bleibt anzuwarten, ob es im Frühjahr einen starken Gegenzug geben wird, oder ob nördliche und östliche Brutbestände 2020 erst mal geringer ausfallen.

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24.10.2019 17:40 von Markus Ritz

Turteltaube (Quelle: wikipedia, creative commons)
Tureltaube - Vogel des Jahres 2020

Turteltaube ist Vogel des Jahres 2020

Der Vogel des Jahres 2020 ist die Turteltaube. Wie üblich steht auch die Turteltaube für Probleme in unserer Vogelwelt. In ihren Brutgebieten wird ihr das Leben durch die immer noch anhaltende Vernichtung von Feldgehölzen, Hecken und Randstrukturen schwer gemacht. Und auch die verbreite Anwendung von Herbiziden trägt dazu bei, dass die Turteltaube zu wenig Nahrung findet. Zusätzlich leidet der Langstreckenzieher durch schlechte Bedingungen in den Winterquartieren und Verluste auf dem Zug. In Summe hat sich der Bestand der Turteltaube in Deutschland seit den 1990er Jahren halbiert und liegt aktuell bei nur noch 12.500 bis 22.000 Brutpaaren.In Sachsen brüteten in der Zeit der deutschlandweiten ADEBAR-Kartierung (2004-2007) etwa 2.000 - 3.500 Brutpaare. Obwohl keine genauen Zahlen vorliegen, wird aus vielen Gegenden ein deutlicher Rückgang gemeldet. Kaum zu glauben, dass unter diesen Rahmenbedingungen in vielen Ländern Europas noch legal Turteltauben geschossen werden dürfen. Die Jagdstrecke in Europa wird auf 2 Mio. Individuen geschätzt! Gegen die überflüssige und schädliche Jagd auf Turteltauben richtet sich eine Petition des NABU: https://mitmachen.nabu.de/turteltauben-retten

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02.10.2019 09:03 von Markus Ritz

Die Waldmoore und Moorgewässer im FFH-Gebiet "Moorwaldgebiet Großdittmannsdorf" sind Brutstätte vom Waldwasserläufer und Kranich (Foto: M. Schrack)
Waldmoor im FFH-Gebiet "Moorwaldgebiet Großdittmannsdorf"

Veranstaltung zum Kiesabbau in der Radeburg-Laußnitzer Heide

Kiesgruben schaffen in eintönigen Landschaften regelmäßig interessante Strukturen und bieten dann auch selten gewordenen Tierarten Lebensraum. So brütet ein Großteil der in diesem Jahr landesweit kartierten Uferschwalbe in solchen Sekundärhabitaten. Auf der anderen Seite werden durch offene Bergbaue auch wertvolle Lebensräume unwiederbringlich vernichtet und angrenzende Habitate beeinträchtigt. Auch hat die übliche Praxis der nachträglichen Verfüllung negative Auswirkungen auf Schutzgüter. Das gegenwärtige Bergbaurecht berücksichtigt diese Belange des Gemeinwohls nur unzureichend. Dieses Spannungsfeld wird am Beispiel des geplanten großflächigen Kiesabbaus in der Radeburger Heide am 16.11. in Berbisdorf bei einer Informationsveranstaltung beleuchtet. Die Fachgruppe Großdittmannsdorf im NABU hat viele Jahre wichtige Grundlagendaten erhoben und sich gemeinsam mit dem VSO und weiteren Naturschutzvereinen gegen das gegenwärtige Vorgehen im Planungsverfahren gewandt. Alle Interessierten sind herzlich zu der Informationsveranstaltung herzlich eingeladen. Nähere Informationen sind dem unten stehenden pdf zu entnehmen.

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02.10.2019 08:42 von Markus Ritz

Extensive Wiesen auf dem Erzgebirgskamm (Foto: U. Kolbe)
Extensive Wiesen auf dem Erzgebirgskamm

60 Jahre Fachgruppe Neuhausen/Olbernhau

In den Ortsgruppen des VSO wird die wichtige Facharbeit vor Ort geleistet. Sie bilden damit quasi das Rückrat unseres Vereins. Wer in die Arbeit vor Ort eingebunden ist, weiss, dass es nicht immer einfach ist die Arbeit kontinuierlich aufrecht zu erhalten. Daher ist es erfreulich und bewundernswert, dass die Fachgruppe Neuhausen/Olbernhau am 9.November bereits ihr 60jähriges Bestehen feiert. Die Fachgruppe läd dafür alle Interessierten zu einer Jubiläumsveranstaltung mit kleinem Vortragsprogramm in das Erzgebirge nach Zethau ein. Am Rand der Veranstaltung gibt es natürlich viel Zeit für den persönlichen Austausch und dem Schwelgen in Erinnungen. Die Einladung mit Programm und weiteren Informationen kann dem untenstehenden pdf entnommen werden.

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