Nachrichtenarchiv

Mai 2015

20.05.2015 16:46 von VSO Administrator

Der seltene Schneekappen-Kolibri sollte während der Reise beobachtet werden können. Foto: Steven Easly
Schneekappen-Kolibri. Foto: Steven Easly

Vogelbeobachtungen im Land der Kolibris und Kurzreise zum Vogelzug mit der ALA in die Schweiz

ns Land der Kolibris, in das mittelamerikanische Costa Rica führt eine nächste VSO-Reise Anfang November 2015. Es ist vorgesehen, dass unser in Guatemala lebender Vereinsfreund aus Chemnitz, Knut Eisermann, die Reiseleitung für den VSO deutschsprachig zusammen mit Costa Rica Gateway übernimmt. Diese 13-tägige Reise durch das nordwestliche Costa Rica ist eine hervorragende Einführung in die Vogelwelt der Neotropis, bei der viele Vertretern ausschließlich in diesem Faunenreich vorkommender Vogelfamilien beobachtet werden können, wie Tangaren, Motmots, Tukane, Hokkohühner, Kolibris, Baumsteiger, Naschvögel, Kotingas, und Ameisenvögel. Spektakuläre Arten wie Papageien und Trogone, inklusive dem Quetzal, werden nicht fehlen. Auch viele endemische Arten der Berge Costa Ricas und des westlichen Panamas werden zu sehen sein. Diese Reise zeichnet sich durch kurze Transportwege zwischen den Beobachtungsgebieten aus, sowie vielen Beobachtungsstopps auf den Fahrten. Mehr dazu und alle Details im beigefügten Reiseplan. Noch sind Plätze frei (Anmeldung bzw. Nachfragen bitte an unseren Reisepartner: info@bartmeise.de).

Weiterlesen …

06.05.2015 17:50 von VSO Administrator

Cover vom ADEBAR-Atlas
Cover ADEBAR-Atlas

ADEBAR-Atlas erschienen - 80 Millionen Brutvogelpaare in Deutschland

Der Atlas deutscher Brutvögel (ADEBAR) ist soeben erschienen. Im Rahmen eines mehrjährigen Projektes, an dem über 4.000 ehrenamtliche Spezialisten beteiligt waren, wurden alle Brutvogelarten erstmals nach bundesweit einheitlicher Methodik erfasst. Die Ergebnisse sind in einem 800-seitigen, reich illustrierten Atlas zusammengefasst. In Deutschland brüteten im Erfassungszeitraum 280 Brutvogelarten, davon 248 einheimische und 20 nicht einheimische Arten. Weitere 12 Arten (7 einheimische, 5 nicht einheimische) wurden nur in einzelnen Jahren nachgewiesen. Die bei weitem häufigsten Brutvögel sind Buchfink und Amsel, mit jeweils mehr als 8 Millionen Paaren, gefolgt von der Kohlmeise mit mehr als 5 Millionen Paaren. Zusammen mit weiteren 19 Arten, mit jeweils über 1 Millionen Paaren, stellen sie 80% aller Brutvögel in Deutschland. Viele andere Arten sind dagegen selten oder gehen im Bestand zurück, wie etwa der Kiebitz. Einige sind sogar vom Aussterben bedroht, zum Beispiel der Goldregenpfeifer und der Seggenrohrsänger. Ihr Verschwinden in Deutschland kann nur durch verbesserte Schutzmaßnahmen verhindert werden.

Weiterlesen …

06.05.2015 17:33 von VSO Administrator

Prof. Sielmann (sitzend) bei der Unterzeichnung der Gründungsurkunde der Stiftung Vogelmonitoring am 16.08.2003 im Dorint-Hotel in Chemnitz. Von links stehend: Stefan Fischer, damals Vorsitzender des DDA, Dr. Kai Gedeon, Vorsitzender Stiftung.
Stiftungsgründung in Chemnitz. Foto: R. Francke

Gründung der Stiftung Vogelmononitoring Deutschland in Chemnitz geht auf VSO-Initiative zurück – Stiftungszweck erfüllt

Es war eine Idee und eine Initiative von VSO-Vorstandsmitgliedern die dazu führte, dass im August 2003 in Chemnitz (am Rande der seinerzeit auf Einladung des VSO im Uni-Campus tagenden Europäischen Ornithologen Union EOU) die Stiftung Vogelmonitoring Deutschland (SVD) gegründet werden konnte. Insbesondere unsere engen Verbindungen zum damaligen Ehrenmitglied des VSO, dem bekannten Tierfilmer Prof. Heinz Sielmann, machten das möglich, da er mit seiner Stiftung wesentliches Startkapital zur Stiftungsgründung beisteuerte. Heinz Sielmann unterzeichnete daher auch ganz persönlich am 16. August 2003 im damaligen Chemnitzer Dorint-Hotel die Stiftungsurkunde (Foto). Und er war es auch, der unsere Idee, einen Atlas Deutscher Brutvogelarten zu erstellen, von Anfang an unterstützte und seine Sielmann-Stiftung ermuntertet, das – vollständig privat getragene - Projekt über all die Jahre finanziell zu fördern.

Weiterlesen …

05.05.2015 16:24 von VSO Administrator

Vor 100 Jahren ausgestorbener Millionen-Vogel: Die Wandertaube. Foto: H. Grimm
Wandertaube

Besonderer Vortrag zum Regionaltreffen Chemnitz über das Aussterben von Vögeln am Beispiel der Wandertaube

Noch Anfang des 19. Jahrhunderts war die Wandertaube mit 3-5 Milliarden Exemplaren die wohl häufigste Vogelart der Welt. Sie brütete in riesigen, teils mehrere hundert Quadratkilometer umfassenden Kolonien im östlichen Nordamerika und durchzog in heute unvorstellbar großen Schwärmen das Land. Innerhalb weniger Jahrzehnte war sie ausgerottet. Die letzte starb am 1. September 1914 im Zoo von Cincinnati. Einen großen Anteil daran hatten exzessive Jagd und wirtschaftliche Nutzung – die Tauben wurden güterwaggonweise ins Umland geliefert. Doch das war nicht die alleinige Ursache. Auch die Erschließung des Landes und die Umgestaltung der Landschaft, die mit der Besiedlung Amerikas durch die Europäer einherging, trugen in nicht unerheblichem Maße zu ihrem Aussterben bei. Im Vortrag wird der Aussterbeprozess chronologisch nachvollzogen und die Ursachen aufgezeigt.

Weiterlesen …