Aktuelles aus Guatemala

Dezember 2015: Eulen Guatemalas

Eulen Guatemalas

Eulen (Strigiformes) gehören zu den am wenigsten bekannten Vögeln Guatemalas. Das PROEVAL RAXMU Vogelmonitoring-Programm hat aktuelle Informationen zu Verbreitung, Häufigeit, und Schutz der Eulen in Guatemala in einem Kapitel in einem Buch über neotropische Eulen zusammengefasst:

Eisermann, K. & C. Avendaño (2015) Los búhos de Guatemala. 381-434 in P. L. Enríquez (ed.) Los búhos neotropicales: diversidad y conservación. ECOSUR, San Cristóbal de las Casas, Chiapas, México.

September 2013: Lautäußerungen des Ridgwaykauzes

RidgwaykauzDie Lebensweise des Ridgwaykauzes (Aegolius ridgwayi) ist weitgehend unbekannt. In einem aktuellen Beitrag wurden verschiedene Rufe beschrieben, inklusive  Territorial-, Kontakt-, und Bettelrufe, sowie Unterschiede zum Territorialruf des Guatemalazwergkauzes (Glaucidium cobanense) diskutiert:

Eisermann, K. (2013) Vocal field marks of Unspotted Saw-whet Owl and Guatemalan Pygmy-Owl. Neotropical Birding 13: 8-13.

August 2013: Avifauna des Internationalen Vogelschutzgebietes Cerro El Amay, Quiché, Guatemala (IBA GT006)

Cerro El Amay2010-2011 hat das PROEVAL RAXMU Vogelmonitoring-Programm die erste umfassende avifaunistische Studie im internationalen Vogelschutzgebiet Cerro El Amay (IBA GT006) erstellt, veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe von COTINGA:

Eisermann, K., C. Avendaño & P. Tanimoto (2013). Birds of the Cerro El Amay Important Bird Area, Quiché, Guatemala. Cotinga 35: 81-93.

2010-2011 hat das PROEVAL RAXMU Vogelmonitoring-Programm die erste umfassende avifaunistische Studie im internationalen Vogelschutzgebiet Cerro El Amay (IBA GT006) erstellt, veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe von COTINGA:

 

Eisermann, K., C. Avendaño & P. Tanimoto (2013). Birds of the Cerro El Amay Important Bird Area, Quiché, Guatemala. Cotinga 35: 81-93.

März 2013: Bemerkenswerter Brutnachweis und ungewöhnliche Schnabelfärbung eines Quetzals

Quetzal In 2011 wurde im Nebelwald von Chelemhá, Alta Verapaz, eine Brut des Quetzals beobachtet, welche in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert war. Quetzalweibchen haben normalerweise einen dunkelgrauen Schnabel. Das Weibchen hatte einen größtenteils gelben Schnabel, und repräsentierte den ersten dokumentierten Nachweis dieser Farbanomalie in der nördlichen Unterart Pharomachrus mocinno mocinno. Die Demographie von Quetzalpopulationen ist unbekannt. Anhand der Form der Steuerfedern wurde das Alter des Weibchen auf 1 Jahr (2. Kalenderjahr) bestimmt, was der erste dokumentierte Nachweis eines brütenden Vogels in diesem Alter ist. Von vorher am Brutplatz fotografierten 9 Weibchen und 18 Männchen waren alle mindestens im dritten Kalender-Lebensjahr. Der zweite Jungvogel ist Anfang August ausgeflogen, und ist der erste dokumentierte Nachweis für eine bis in diesen Monat reichende Brutperiode.

Die Studie wurde veröffentlicht in: Eisermann, K. (2013) Noteworthy nesting record and unusual bill coloration of Resplendent Quetzal Pharomachrus mocinno. Cotinga 35: 76-80.

Die Online Version des Artikels mit Farbfotos (Eisermann, K. 2013. Noteworthy nesting record and unusual bill coloration of Resplendent Quetzal Pharomachrus mocinno. Cotinga OL 35: 74-78.) ist hier verfügbar.

September 2012: Biologie des Schluchtenguans

Schluchtenguan (Penelopina nigra)Der Schluchtenguan (Penelopina nigra) ist endemisch im Hochland des nördlichen Mittelamerikas. Das PROEVAL RAXMU Vogelmonitoring-Programm hat eine ausführliche Lebensgeschichte dieser Art veröffentlicht:

Eisermann, K. (2012) Highland Guan (Penelopina nigra), Neotropical Birds Online (T. S. Schulenberg, Editor). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY.

Juli 2012: Tropfeneule als Gefährdet eingestuft in Roter Liste von BirdLife/IUCN

Tropfeneule (Megascops barbarus)Die Tropfeneule (Megascops barbarus) ist ein Endemit des nördlichen Mittelamerikas. Das kleine Verbreitungsgebiet von weniger als 10.000 km2 liegt im atlantischen Hochland von Guatemala und dem benachbarten mexikanischen Bundesstaat Chiapas. In Guatemala ist die Tropfeneule von nur 5 Gebieten bekannt. Das PROEVAL RAXMU Vogelmonitoring-Programm hat die Art an einer historischen Fundstellen bestätigt und in vier Gebieten neu nachgewiesen. Aufgrund des kleinen Verbreitungsgebietes sowie der Fragmentierung  des Lebensraumes wurde die Art in der Roten Liste der weltweit gefährdeten Arten von BirdLife/IUCN in 2012 von der Vorwarnstufe zur Kategorie „Gefährdet“ heraufgestuft.